Tischtennisfreunde Rastatt 1957 e.V.

Es ist zum Verzweifeln. Nach Doppelrotation blieb der erhoffte Effekt aus und unsere Herren 1 fuhren von drei Eingangsdoppeln abermals nur einen Punkte ein. Wieder einmal konnte das Doppel 3, diesmal mit der Besetzung Prestenbach/Schmid, im fünften Satz nicht punkten.

Ralf Neumaier konnte in seinem ersten Einzel überzeugen und stellte den Anschluss wieder her, der jedoch in den weiteren Einzeln nicht gehalten werden konnte. Lediglich Julian Hertel entschied sein Spiel in einem Fünfsatzkrimi zu seinen Gunsten, sowie Manuel Weis konnte mit einer sehr starken Performance die gegnerische Nummer 3 im Entscheidungssatz bezwingen. Die restlichen Spiele verliefen ungünstig, weshalb unsere Herren 1 den Karlsdorfern schlussendlich zu einem klaren 9:4-Sieg gratulieren mussten.

Im Anschluss die trockenen Kehlen erspähend, spendierte die tschechische Nummer Eins Martin Stusek ehrenhaft als Trostpreis wohltemperierte, hopfenhaltige Kaltgetränke aus seiner Heimat, die in geselliger Runde gemeinsam verköstigt wurden.

Den Heimvorteil nutzbringend einzusetzen war die Devise unserer Herren 1 im Spiel gegen die von weiter Ferne angereisten Gäste aus Mühlhausen. Vielversprechend brachte unser, mittlerweile empirisch nachweisbares, konstantes Einserdoppel um Weis/Neumaier mit einem souveränen 3:1-Sieg die Führung. Doch wieder einmal sollte diese nicht von langer Dauer sein, da die beiden weiteren Eingangsdoppel abgegeben wurden. 

Unsere momentan fitnessfokussierte Nummer 1 Ralf Neumaier ließ sich von diesem Umstand nicht beeinflussen und ging mit breiter Brust in sein erstes Einzel. Ein durchweg hitziger Kampf bot sich den anwesenden Zuschauern und verleitete insbesondere einen Mühlhausener Spieler lautstark, durchaus provozierend, gegen Ralf Neumaier zu applaudieren. Neumaier durch 1:2 Sätze und einem Spielstand von 7:10 im vierten Satz, quasi mit dem Rücken zur Wand, transformierte jedoch diese von außen strömende Provokation in puren Ehrgeiz sowie Siegeswillen und drehte vor einem begeisterten Publikum das Spiel zu einem ausgleichenden 2:2 Spielstand. 

Nachdem Thomas Hillert gegen die gegnerische Nummer 1 Papcun ohne Chancen blieb, gestalteten sich beide Einzel im mittleren Paarkreuz kämpferisch spannend. Manuel Weis, der mit seinem Gegner Raake sowie dem Schiedsrichter Blanar einen umstrittenen Diskurs über die Regelauslegung, Punktgewinn oder Wiederholung bei Ballzerstörung während eines Ballwechsels,  führte, brachte sich selbst durch diese Diskussion aus dem Konzept und verlor das Einzel im Entscheidungssatz. Jakob Schmid hingegen erwischte einen guten Tag und rang den hochfavorisierten Gegner Georg Winkler, hochmotiviert, mit kämpferischer Leidenschaft und dem durchgängig anfeuernden Heimpublikum, mit einem 3:1 Endstand nieder. 

Julian Hertel konnte souverän mit einem 3:0 gegen die Nummer 6 Andreas Lutsch den Ausgleich zum 4:4 herstellen. Die anschließenden Spiele verliefen jedoch bis auf das Einzel: Schmid vs Raake, das sehr abgeklärt mit 3:0 auf das Rastatter Konto ging, nicht zu Gunsten der TTF. Von insgesamt sieben Fünfsatzspielen konnten unsere Herren 1 leider nur ein einziges auf die eigene Seite bringen, was den Umstand unterstreicht, dass der Endspielstand von 5:9 ein bitteres Ende darstellt.

Dennoch stimmte der Kampfgeist unserer Herren 1 und lässt hoffnungsvoll auf die kommende Partie in Karlsdorf blicken.

Mit dem Klassenerhalt als Ziel, hatten sich die TTF-Herren 1 im Vorfeld Punkte im Rückspiel gegen den TTV Weinheim-West erhofft, da im Hinspiel mit einem 8:8 ein Punkt eingefahren wurde. Doch das Spiel sollte, aus Rastatter Sicht, einen ungünstigen Verlauf nehmen.

Es war bezeichnend für den Spielverlauf, dass unsere Herren den Großteil der Sätze/Spiele mit knappem Ausgang nicht für sich entscheiden konnten. Den Grundstein für diesen Trend legten das 3er Doppel Hertel/Schmid, welches im Entscheidungssatz verloren wurde. Bis auf ein stark aufspielendes Doppel 1 um Neumaier/Weis konnten die TTF keinen Punkt einfahren. Es fehlte stets die letzte Schippe oder Schlitzohraktion zum Drauflegen, sodass die engen Sätze meist an den Gegner gingen. Es sei zu erwähnen, dass in Weinheim die Halle mit ihren Zuschauern, von Spiel zu Spiel, zu einem markerschütternden Hexenkessel mutierte, was die gegnerische Mannschaft spürbar motivierte. Den Weinheimern zu einer starken 9:1 Heimperformance gratulierend, schauen die TTF Herren 1 mit erhobenem Haupt auf das Heimspiel gegen Mühlhausen am kommenden Samstag.

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